Praxis Dr. med. Nadezda Jesswein

Fachärztin für Innere Medizin & Fachärztin für Notfallmedizin

  • Praxisteam Hausarzt Dr. med. Nadezda Jesswein Schierbrok

     

Wichtige Informationen zum Coronavirus/Covid-19

Seit Dezember 2019 sind weltweit zahlreiche Fälle von Atemwegserkrankungen durch SARS-CoV-2 aufgetreten (Erkrankungsname: Covid-19). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nachgewiesen; eine Ansteckung ist bereits vor Beginn der Beschwerden möglich. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis vierzehn Tagen können Beschwerden auftreten, die stark an eine Grippe oder eine Bronchitis erinnern, z.B. Fieber, Husten, Atemnot.

Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zum neuartigen Virus zusammen getragen:

Bin ich am Coronavirus erkrankt?

Auch wenn Ihre Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.) rufen Sie uns bitte unter 04221 8 44 33 an. Eine Erkrankung sollte vor allem abgeklärt werden, wenn:

  • Sie in den letzten zwei Wochen Kontakt hatten zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde
  • Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • Sie bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollten Sie sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) zusätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Was sollten Sie mit Symptomen tun, wenn sie uns telefonisch nicht erreichen?

Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten Sie sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, Kontakte meiden und wenn, dann mindestens 1,5 Meter Abstand halten sowie eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.


Wer gehört zur Risikogruppe?

Personengruppen, die nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben:

  • Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an.
  • Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z.B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.
  • Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt; wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.

Sollte einer oder mehrere der Risikofaktoren auf Sie zutreffen, so ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion besonders wichtig. Dies kann durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) und weitere Maßnahmen der Kontaktreduktion (Kontaktverbot, Abstandsregeln) unterstützt werden. Sollten Sie erkranken, nehmen Sie bitte rasch Kontakt zu uns auf.

Auf der Webseite vom Robert-Koch-Institut (RKI) finden Sie weitere umfangreiche Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf.


Welche Schutzmaßnahmen gelten in der Arztpraxis?

Seit Beginn der Corona-Ausbreitung haben wir eine Reihe von Maßnahmen zu Ihrem und unserem Schutz getroffen:

  • Termine nur nach telefonischer Vereinbarung
    Bitte rufen Sie uns unter 04221 84433 an und vereinbaren einen Termin für unsere Praxis oder die Videosprechstunde.
  • Patienten mit Erkältungssymptomen
    Bitte melden Sie sich unter 04221 84433, Sie erhalten einen gesonderten Termin.
  • Videosprechstunde
    Ab sofort bieten wir auch Videosprechstunden an. Smartphone oder Tablet genügen. Alle Details zur Videosprechstunde.
  • Geschlossene Tür
    Patienten werden einzeln nach Aufforderung zur Anmeldung gebeten, unsere Praxistür bleibt geschlossen. An der Anmeldung haben wir als zusätzlichen Schutz eine durchsichtige Trennscheibe angebracht. Wartezeiten werden in unserer Praxis auf ein Minimum reduziert.
  • Mund-Nasenschutz
    Zum Betreten unserer Praxis tragen Sie bitte einen Mund-Nasenschutz. Dazu sind selbstgenähte Masken, Halstücher und einfacher Mund-Nasenschutz geeignet. Einzeln können Sie die einfachen Mund-Nasenschutzmasken in den Apotheken erwerben.
  • Hände-Desinfektion
    In unserem Eingangsbereich finden Sie unseren Desinfektionsmittelspender.
  • Abstandsgebot
    Bitte halten Sie auch in unserer Praxis das Abstandsgebot von 1,5 Metern soweit medizinisch möglich ein. Sie schützen hierdurch sich, unser Praxisteam und andere Patienten.

Wie kann ich mich schützen?

In den letzten Wochen hat sich das Bild der Coronavirus-Epidemie weltweit dramatisch gewandelt. Auch wenn wir in Deutschland von Entwicklungen wie in Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und den USA bislang weitgehend verschont geblieben sind, geht die Bekämpfung des Coronavirus damit in eine neue Phase. Weiterhin versuchen die Behörden vor allem, Infizierte und erkrankte Personen daran zu hindern, weitere Menschen anzustecken.

Der wichtigste Punkt ist, dass das nicht mehr nur Kliniken, das Robert-Koch-Institut oder die Gesundheitsämter die Krankheit bekämpfen, sondern wir alle.

Wie schwer uns die Pandemie trifft, hängt bei einer unkontrollierten Ausbreitung nur zum Teil davon ab, was die Behörden tun. Entscheidend ist wie schwer wir als Einzelpersonen es dem Virus machen, sich in der Bevölkerung zu verbreiten. Und das heißt vor allem, effektiv zu verhindern, dass wir uns und andere anstecken.

Der Kampf gegen das Coronavirus steht und fällt mit unserem individuellen Verhalten. Wir haben hier Informationen und Tipps zusammengetragen, die eine Coronavirus-Ausbreitung in Deutschland bremsen können.

Hände waschen

Die Schutzwirkung des Händewaschens gegen Atemwegserkrankungen wird oft ein bisschen übertrieben dargestellt, aber andererseits ist es schnell gemacht und allgemein sinnvoll.

Außerdem zeigen diverse Studien, dass Schmierinfektionen unter Umständen einen beträchtlichen Beitrag zur Übertragung von Atemwegsinfektionen leisten. Für Unterwegs ist ein Desinfektionsmittel sinnvoll. Dass der Erreger über die Luft (genauer gesagt Aerosole und Tröpfchen) übertragen wird, heißt nicht, dass das der wichtigste oder gar einzige Übertragungsweg ist.

Mund-Nasenschutz

Auch ein normaler Mund-Nasenschutz ist kein Allheilmittel, hat aber dennoch einige Vorteile.  Erstens hilft er immerhin zum Teil, besonders wenn man direkt angehustet wird, und zweitens schützt er hauptsächlich andere, wenn Sie selbst krank sind. Sie sind unter Umständen auch mit milden Symptomen schon ansteckend. Wir fassen uns überraschend regelmäßig unwillkürlich ins Gesicht. Achten Sie bewusst darauf, es nicht zu tun.

Weniger Körperkontakt

Umarmungen und Hände schütteln sind wichtige Verbreitungswege für Atemwegserkrankungen. Vorsicht bei Oberflächen, die von vielen Menschen angefasst werden: Türklinken, Aufzugsknöpfe, Haltegriffe.

Hygiene beim Husten und Niesen

Wenn Sie husten oder nießen, halten Sie ein Taschentuch vor Mund und Nase und werfen Sie es direkt danach in den Müll oder nießen Sie in Ihre Armbeuge. Hinterher Handhygiene soweit möglich, gern mit Desinfektionsmittel. Wenn Sie wissen, dass Sie krank sind (auch wenn es nicht das Coronavirus ist), gehen Sie am besten möglichst wenig unter Menschen. Gehen Sie zu Ihrem Arzt, aber rufen Sie uns bitte vorher an.

Belebte Orte und Versammlungen meiden

Das liegt im Grunde nahe, ist aber oft nicht leicht zu machen. Deswegen sollten Sie an öffentlichen Orten besonders vorsichtig sein und, soweit möglich, Vorsichtsmaßnahmen treffen. Bleiben Sie möglichst viel zu Hause. Wer weniger einkaufen geht, geht auch ein geringeres Risiko ein. Halten Sie sich bitte auch an die Abstandsregeln.

Community

Wenn es wirklich richtig schlimm kommen sollte und viele Leute krank werden, überlegen Sie sich, wo und wie Sie anderen helfen können und – vor allem dazu beitragen können, dass wesentliche Infrastruktur funktioniert.

Planung

Machen Sie sich Gedanken, wie Sie mit bestimmten Situationen umgehen, insbesondere wo in Ihrem Alltag Ansteckungsquellen sind und wie Sie diese systematisch vermeiden können. Ändern Sie bewusst Ihr Verhalten. Wenn möglich, sehen Sie zu, dass Sie einen größeren Vorrat an lebenswichtigen Medikamenten und ggfl. auch für ein paar Tage Lebensmittel haben, falls Sie zu krank sind, um rauszugehen oder sich in häuslicher Quarantäne befinden. Außerdem sollten Sie sich überlegen, was Sie machen, wenn Sie oder jemand aus Ihrer näheren Umgebung krank wird, insbesondere aus Ihrem Haushalt.

Machen Sie sich bitte klar, dass Sie sich auf eine Pandemie aktiv einstellen müssen, Ihr Verhalten gezielt ändern, anders planen und auch Einschränkungen akzeptieren. Keine der oben genannten Maßnahmen ist eine Garantie. Im Fall einer großen Pandemie werden sehr viele Menschen krank. Auch solche, die sich richtig verhalten. Aus diesem Grund ist das öffentliche Leben für eine Weile deutlich eingeschränkt.

Wie wir alle uns im Falle einer Pandemie verhalten, kann den Verlauf der Epidemie ganz erheblich beeinflussen, und damit auch die Folgen. Mit den oben genannten Maßnahmen kann man die Reproduktionszahl und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit deutlich drücken, und damit ist im Ernstfall schon viel gewonnen.

Wenn sich das Virus langsamer in der Bevölkerung ausbreitet, sind nicht so viele Leute gleichzeitig krank. Das entlastet nicht nur das Gesundheitssystem, sondern verringert auch die Wahrscheinlichkeit, dass Einrichtungen und Unternehmen komplett ausfallen, weil zu viele Menschen krank sind. Nicht zuletzt gewinnt man dadurch wertvolle Zeit.

Möglicherweise nämlich verhält sich das Coronavirus wie viele andere Atemwegsinfektionen und verschwindet mit Beginn des Sommers wieder oder man findet einen Impfstoff.

Weitere Informationen auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.


Weitere Informationen stellt auch das Robert Koch-Institut (RKI) zur Verfügung.