Praxis Dr. med. Nadezda Jesswein

Fachärztin für Innere Medizin, Fachärztin für Notfallmedizin, Hausärztin

  • Praxisteam Hausarzt Dr. med. Nadezda Jesswein Schierbrok

     

Coronavirus / Covid-19

Seit Dezember 2019 sind weltweit zahlreiche Fälle von Atemwegserkrankungen durch SARS-CoV-2 aufgetreten (Erkrankungsname: Covid-19). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nachgewiesen; eine Ansteckung ist bereits vor Beginn der Beschwerden möglich. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis vierzehn Tagen können Beschwerden auftreten, die stark an eine Grippe oder eine Bronchitis erinnern, z.B. Fieber, Husten, Atemnot.

Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zum neuartigen Virus zusammen getragen:

Corona/Covid-19 Schutzimpfung

Niedersachsen hat Ende Dezember mit dem Impfen gegen Covid-19 in Alten- und Pflegeheimen mittels mobiler Impfteams begonnen.

Impfungen in den niedersächsischen Corona-Impfzentren haben im Februar begonnen.

Impf-Termine können über die Impf-Hotline unter 0800 9988665 oder www.impfportal-niedersachsen.de vereinbart werden. Die Hotline können Sie montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr erreichen. Die Hotline steht auch für allgemeine Fragen zur Verfügung.

Seit dem 7. Juni ist die Priorisierung vollständig aufgehoben worden.

Das Corona-Impfzentrum in Delmenhorst befindet sich an der Sporthalle (Am Wehrhahn 6, 27749 Delmenhorst), das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Oldenburg in Wildeshausen am ehemaligen Verbrauchermarkt (Westring 7, 27793 Wildeshausen).
Bei der Terminvereinbarung bekommen Sie das nächstgelegene Impfzentrum vorgeschlagen. Die Auswahl basiert auf der Entfernung zu Ihrem Wohnort, den verfügbaren Terminen und verfügbaren Impfdosen.

Schutzimpfungen gegen das Covid-19/Coronavirus sind in unserer hausärztlichen Praxis seit Anfang April möglich.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Covid-19 Impfung finden Sie auf der Webseite des Landes Niedersachsen.


Corona/Covid-19 Schutzimpfung in unserer Praxis

Seit April 2021 finden in unserer Praxis Corona-Schutzimpfungen statt, zudem besteht seit dem 7. Juni keine Impfpriorisierung mehr.
Für einen Impftermin in unserer Praxis melden Sie sich bitte unter 04221 84433 oder senden uns eine E-Mail an .


Unterschied PCR-Test und Antigen-Schnelltest

Der PCR-Test (Labortest) ist sehr empfindlich sind und spürt auch geringe Virusmengen auf. Nach ein bis zwei Tagen ist ein PCR-Testergebnis in der Regel verfügbar, je nach Auslastung der Labore kann es auch länger dauern.

Antigen-Schnelltests sind weniger genau als PCR-Tests. Sie weisen kein Virus-Erbgut, sondern bestimmte Virusproteine nach. Vorteil: Ein Ergebnis liegt in der Regel bereits nach 15 Minuten vor. Auch bei einem Antigen-Schnelltest wird ein Abstrich im Nasen-Rachen-Raum entnommen.

Für ein positives Antigen-Schnelltest-Ergebnis ist laut RKI eine größere Virusmenge als bei einem PCR-Test nötig. Außerdem zeigen Antigen-Schnelltests häufiger als PCR-Test ein positives Testergebnis an, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Ein positives Antigen-Ergebnis muss immer von einem PCR-Test bestätigt werden.

Patienten aus Ganderkesee, Delmenhorst und umzu können in unserer Praxis jederzeit sowohl einen PCR-Test als auch einen Antigen-Schnelltest vornehmen lassen. Mindestens ein wöchentlicher Antigen-Schnelltest ist für Sie kostenfrei, die Kosten übernimmt der Bund.

Für einen Test in unserer Praxis kontaktieren Sie uns bitte unter 04221 84433.

Reiserückkehrer ausländisches Risikogebiet

Wenn Sie sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 10 Tagen vor Ihrer Einreise nach Deutschland in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen ausländischem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben und nach Deutschland zurückkehren, gilt eine Quarantäne-Pflicht von:

  • zehn Tagen bei Einreise aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten. Diese kann verkürzt werden und gilt nicht für Genesene und vollständig Geimpfte.
  • von vierzehn Tagen bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet, dies gilt auch für genesene und vollständig geimpfte Personen.

Sie haben sich auf direktem Wege in häusliche Quarantäne zu begeben, unabhängig von möglichen Symptomen. Sie dürfen keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht ihrem eigenen Hausstand angehören. Sie dürfen weder spazieren, noch einkaufen gehen.

Einreisende per Flugzeug müssen immer ein negatives Corona-Testergebnis vor dem Abflug nachweisen, unabhängig davon, ob und aus welchem Risikogebiet sie einreisen.

Impf- und Genesenennachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen und von der Einreisequarantäne befreien.

Einreise nach Deutschland

  • Einreise aus Risikogebieten

    Nach Aufenthalt in einem Risikogebiet müssen Sie außerdem bis spätestens 48 Stunden nach Einreise nachweisen, dass Sie nicht mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infiziert sind. Das Testergebnis ist für mindestens zehn Tage nach Einreise aufzubewahren.
    Sollten Sie auf dem Luftweg einreisen, müssen Sie in jedem Fall vor Einreise über ein negatives Covid-19-Testergebnis verfügen, dies gilt ebenso für Genese und vollständig Geimpfte.
    Die Quarantäne-Pflicht gilt für zehn Tage und kann verkürzt werden, sie gilt nicht für Genese oder vollständig Geimpfte mit Nachweis.

  • Einreise aus Hochinzidenzgebieten

    Bei Einreise müssen Sie über einen maximal 48 Stunden alten Schnelltest-Nachweis oder 72 Stunden alten PCR-Test-Nachweis verfügen, dass Sie nicht mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infiziert sind. Das Testergebnis ist für mindestens zehn Tage nach Einreise aufzubewahren. Genese und vollständig Geimpfte müssen über einen Test-Nachweis verfügen, sofern sie auf dem Luftweg einreisen.
    Die Quarantäne-Pflicht gilt für zehn Tage und endet frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise, sofern ein negatives Corona-Testergebnis oder ein Nachweis über Genesung oder vollständige Impfung vorliegt. Die zugrunde liegende Testung muss mindestens fünf Tage nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden sein. Für einen Test in unserer Praxis kontaktieren Sie uns bitte unter 04221 84433.

  • Einreise aus Virusvarianten-Gebieten 

    Bei Einreise müssen Sie über einen maximal 24 Stunden alten Schnelltest- oder 72 Stunden alten PCR-Test-Nachweis verfügen, dass Sie nicht mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infiziert sind. Das Testergebnis ist für mindestens zehn Tage nach Einreise aufzubewahren. Ein Genesenennachweis oder ein Impfnachweis sind in diesem Fall nicht ausreichend.
    Die Quarantäne-Pflicht von vierzehn Tagen kann nicht verkürzt werden, auch nicht für genesene oder vollständig geimpfte Personen.

Die Listen der Hochinzidenzgebiete, Virusvariantengebiete und der sonstigen Risikogebiete werden auf der Webseite des Robert Koch Instituts veröffentlicht.

Vor Einreise hat eine digitale Einreiseanmeldung unter www.einreisemeldung.de zu erfolgen, in Ausnahmefällen ist eine schriftliche Ersatzanmeldung möglich.
Ist beides nicht möglich, so hat eine unverzügliche Übermittlung der Ersatzanmeldung in Schrift oder Textform (Aussteigekarte) an das zuständige lokale Gesundheitsamt zu erfolgen. Bitte wählen Sie hierzu das Gesundheitsamt Ihres Wohnorts, z.B. Stadt Delmenhorst (Tel. 04221 992616), Wildeshausen für den Landkreis Oldenburg (Tel. 04431 85100) oder Land Bremen (Tel. 0421 36115113).

Es gelten gesonderte Regelungen für Pendler, Durchreisende und Beschäftigte bestimmter Berufsgruppen.

Auch ein negatives Testergebnis stellt nur eine Momentaufnahme dar. Es kann trotzdem einige Tage später eine Erkrankung auftreten. Sollten bei Ihnen Corona-typische Symptome auftreten, so klären Sie diese bitte mit uns ab, auch nach einem negativen Test. Zudem muss das jeweilige Gesundheitsamt (siehe oben) benachrichtigt werden. 

Weitere Informationen zur Testpflicht:


Reiserückkehrer ausländisches Nicht-Risikogebiet

Die kostenfreie Testmöglichkeit auf das Corona-Virus ist zum 15. September 2020 entfallen.

Dies gilt nicht, sofern Sie Kontakt zu einer Covid-19-positiv getesteten Person hatten (Corona-Test von Kontaktpersonen).

Sofern bei Ihnen Symptome auftreten, finden Sie weitere Informationen unter "Bin ich am Coronavirus erkrankt?".

Sie können sich jederzeit freiwillig auf eigene Kosten bei uns testen lassen, sowohl Labortest (PCR-Test) als auch Schnelltest (Antigentest) möglich. Terminvereinbarung unter 04221 84433.


Corona-Test von Kontaktpersonen

Die Testung von Kontaktpersonen ohne Covid-19-Symptome erfolgt nun unter vereinfachten Rahmenbedingungen:

Wenn Sie Kontakt zu einer Covid-19 positiv getesteten Person hatten, können wir Sie ebenfalls testen. Eine Aufforderung des Gesundheitsamt muss nicht mehr vorliegen.

Wer gilt als Kontaktperson? Als Kontaktperson gilt unter anderen, wer in den letzten zehn Tagen mindestens 15 Minuten engen Kontakt mit einem Infizierten, insbesondere in einer Gesprächssituation, hatte oder mit ihm im selben Haushalt lebt. Auch Personen, die sich in räumlicher Nähe zu einer infizierten Person, zum Beispiel bei Feiern, beim gemeinsamen Singen oder Sporttreiben in Innenräumen, aufgehalten haben, gehören dazu. Ebenso Personen, die einen Warnhinweis der Corona-Warn-App erhalten haben. 


Meine Corona-Warn-App zeigt "Erhöhtes Risiko" - was muss ich tun?

Bitte begeben Sie sich wenn möglich schnellstmöglich nach Hause.

und stimmen das weitere Vorgehen ab.


Wer zahlt meinen Corona-Test,

… wenn mein Arbeitgeber ein negatives Testergebnis verlangt?

Antigen-Schnelltests werden in der Regel vom Arbeitgeber organisiert und die Kosten vom Arbeitgeber übernommen. Sollte Ihr Arbeitgeber einen PCR-Test verlangen, so muss diese Leistung privat bezahlt werden. Ob der Arbeitgeber dies erstattet, müssen Sie mit ihm besprechen.

… wenn mein Urlaubshotel vor Anreise ein negatives Testergebnis verlangt?

Sofern ein Antigen-Schnelltest ausreichend ist, können Sie diesen in unserer Praxis vornehmen lassen (Antigen-Schnelltests sind kostenfrei mindestens einmal in der Woche möglich.) Sollte das Urlaubshotel auf einen PCR-Test bestehen, so muss diese Leistung privat bezahlt werden.

… wenn ich Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus habe?

Wenn ich als Ihre Ärztin einen Coronavirus-Test wegen entsprechender Beschwerden für erforderlich halte, handelt es sich um eine Kassenleistung. Der PCR-Test wird von uns organisiert.

… wenn ich Kontakt zu einer Covid-19 positiv getesteten Person hatte?

Wenn Sie Kontakt zu einer Covid-19 positiv getesteten Person hatten und keine Symptome aufweisen, können Sie sich testen lassen. Es handelt sich um eine Kassenleistung. Der Test wird von uns organisiert.

… wenn ich gern getestet werden möchte, aber keine der hier genannten Voraussetzungen erfülle?

Sie können sich im Rahmen der mindestens einmal wöchentlich kostenlosen Antigen-Schnelltests in unserer Praxis testen lassen. Wünschen Sie direkt einen PCR-Test, so handelt es sich nicht um eine Kassenleistung. Die Leistung muss privat bezahlt werden. Auch dieser Test kann in unserer Praxis vorgenommen werden.

… wenn das Krankenhaus vor meiner geplanten Aufnahme einen negativen Test verlangt?

Es handelt sich um eine Kassenleistung. Der Test muss aber vom aufnehmenden Krankenhaus organisiert werden. Wenden Sie sich bitte dorthin.

… wenn meine Corona-Warn-App ein „erhöhtes Risiko“ anzeigt?

Es handelt sich um eine Kassenleistung. Der Test wird vom örtlichen Gesundheitsamt oder von uns organisiert.

… wenn ich in einem Altenheim/einem Krankenhaus arbeite und getestet werden möchte, obwohl ich keine Beschwerden habe?

In der Regel bietet Ihnen Ihr Arbeitgeber die Möglichkeit von kostenfreien Antigen-Schnelltests. Darüberhinaus können Sie sich mindestens einmal in der Woche kostenlos mit einem Antigen-Schnelltest testen lassen. PCR-Tests von Mitarbeitern oder Betreuten in entsprechenden Einrichtungen müssen vom Gesundheitsamt veranlasst werden. 

… wenn ich aus meinen Auslandsurlaub zurückkehre und keine Symptome aufweise?

Wenn Sie aus einem ausländischen Risikogebiet zurückkehren, müssen Sie sich in vierzehntägige Quarantäne begeben. Dies kann nach einem negativen Corona-Testergebnis aufgehoben werden, frühestens nach fünf Tagen. Digitale Einreisemeldung unter www.einreisemeldung.de, alternativ ist das lokale Gesundheitsamt zu informieren. Mehr Informationen unter Reiserückkehrer aus ausländischem Risikogebiet.

Wenn Sie aus einem ausländischen Nicht-Risikogebiet zurückkehren, besteht keine Testmöglichkeit mehr. Mehr Informationen unter Reiserückkehrer aus ausländischem Nicht-Risikogebiet

… wenn ich in einer Region mit ausgewiesenem hohen Risiko lebe oder mich dort aufgehalten habe?

Tests zu sogenannten inländischen Hotspots müssen vom Gesundheitsamt veranlasst werden. Ansonsten sind sie für beschwerdefreie Personen keine Kassenleistung.

Grundsätzlich gilt: Alle Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Antigen-Schnelltest in der Woche.


Krankenhaus verlangt einen Corona-Test - was muss ich tun?

Für geplante Behandlungen, Operationen oder sonstige Eingriffe verlangen einige Krankenhäuser einen aktuellen Corona-Test. 

In diesem Fall lassen Sie bitte im betreffenden Krankenhaus einen Test auf das Corona-Virus vornehmen. Dies ist Teil der prästationären Leistung des Krankenhauses und wird somit über Ihre Krankenkasse abgerechnet. 

Gerne können Sie den Test auch vorab bei uns durchführen lassen, hierbei müssen wir die Kosten mit Ihnen jedoch privat abrechnen (IGEL Leistung).


Bin ich am Coronavirus erkrankt?

Auch wenn Ihre Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.) rufen Sie uns bitte unter 04221 84433 an. Eine Erkrankung sollte vor allem abgeklärt werden, wenn:

  • Sie in den letzten zwei Wochen Kontakt hatten zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine Covid-19-Diagnose gestellt wurde
  • Sie aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland gereist sind
  • Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber usw.)
  • Sie bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollten Sie sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) zusätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Was sollten Sie mit Symptomen tun, wenn sie uns telefonisch nicht erreichen?

Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten Sie sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, Kontakte meiden und wenn, dann mindestens 1,5 Meter Abstand halten sowie eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.


Wer gehört zur Risikogruppe?

Personengruppen, die nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben:

  • Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an.
  • Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z.B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.
  • Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt; wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.

Sollte einer oder mehrere der Risikofaktoren auf Sie zutreffen, so ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion besonders wichtig. Dies kann durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) und weitere Maßnahmen der Kontaktreduktion (Kontaktverbot, Abstandsregeln) unterstützt werden. Sollten Sie erkranken, nehmen Sie bitte rasch Kontakt zu uns auf.

Auf der Webseite vom Robert-Koch-Institut (RKI) finden Sie weitere umfangreiche Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf.


Welche Schutzmaßnahmen gelten in der Arztpraxis?

Seit Beginn der Corona-Ausbreitung haben wir eine Reihe von Maßnahmen zu Ihrem und unserem Schutz getroffen:

  • Termine nur nach telefonischer Vereinbarung
    Bitte rufen Sie uns unter 04221 84433 an und vereinbaren einen Termin für unsere Praxis oder die Videosprechstunde.  
  • Patienten mit Erkältungssymptomen
    Bitte melden Sie sich unter 04221 84433, Sie erhalten einen  gesonderten Termin.  
  • Videosprechstunde
    Wir bieten Videosprechstunden an. Smartphone oder Tablet genügen. Alle Details zur Videosprechstunde.  
  • Mund-Nasenschutz
    Zum Betreten unserer Praxis tragen Sie bitte einen medizinischen Mund-Nasenschutz. Hierzu zählen OP-Masken sowie FFP2 und FFP3 Masken.  
  • Hände-Desinfektion
    In unserem Eingangsbereich finden Sie unseren Desinfektionsmittelspender.
  • Abstandsgebot
    Bitte halten Sie auch in unserer Praxis das Abstandsgebot von 1,5 Metern soweit medizinisch möglich ein. Sie schützen hierdurch sich, unser Praxisteam und andere Patienten.

Wie kann ich mich schützen?

Auch wenn wir in Deutschland von Entwicklungen wie in Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und den USA bislang weitgehend verschont geblieben sind, geht die Bekämpfung des Coronavirus weiter. Infizierte und erkrankte Personen sollen weiterhin daran gehindert werden, weitere Menschen anzustecken. 

Hierbei sind wir alle gefordert!

Wie schwer uns mögliche weitere Wellen der Pandemie treffen, hängt bei einer unkontrollierten Ausbreitung nur zum Teil davon ab, was die Behörden tun. Entscheidend ist wie schwer wir als Einzelpersonen es dem Virus machen, sich in der Bevölkerung zu verbreiten. Und das heißt vor allem, effektiv zu verhindern, dass wir uns und andere anstecken. 

Der Kampf gegen das Coronavirus steht und fällt mit unserem individuellen Verhalten. Wir haben hier Informationen und Tipps zusammengetragen, die eine Coronavirus-Ausbreitung in Deutschland bremsen können.

Hände waschen

Die Schutzwirkung des Händewaschens gegen Atemwegserkrankungen wird oft ein bisschen übertrieben dargestellt, aber andererseits ist es schnell gemacht und allgemein sinnvoll.

Außerdem zeigen diverse Studien, dass Schmierinfektionen unter Umständen einen beträchtlichen Beitrag zur Übertragung von Atemwegsinfektionen leisten. Für Unterwegs ist ein Desinfektionsmittel sinnvoll. Dass der Erreger über die Luft (genauer gesagt Aerosole und Tröpfchen) übertragen wird, heißt nicht, dass das der wichtigste oder gar einzige Übertragungsweg ist.

Mund-Nasenschutz

Auch ein normaler Mund-Nasenschutz ist kein Allheilmittel, hat aber dennoch einige Vorteile. Erstens hilft er immerhin zum Teil, besonders wenn man direkt angehustet wird, und zweitens schützt er hauptsächlich andere, wenn Sie selbst krank sind. Sie sind unter Umständen auch mit milden Symptomen schon ansteckend. Wir fassen uns überraschend regelmäßig unwillkürlich ins Gesicht. Achten Sie bewusst darauf, es nicht zu tun.

Weniger Körperkontakt

Umarmungen und Hände schütteln sind wichtige Verbreitungswege für Atemwegserkrankungen. Vorsicht bei Oberflächen, die von vielen Menschen angefasst werden: Türklinken, Aufzugsknöpfe, Haltegriffe.

Hygiene beim Husten und Niesen

Wenn Sie husten oder niesen, halten Sie ein Taschentuch vor Mund und Nase und werfen Sie es direkt danach in den Müll oder niesen Sie in Ihre Armbeuge. Hinterher Handhygiene soweit möglich, gern mit Desinfektionsmittel. Wenn Sie wissen, dass Sie krank sind (auch wenn es nicht das Coronavirus ist), gehen Sie am besten möglichst wenig unter Menschen. Gehen Sie zu Ihrem Arzt, aber rufen Sie uns bitte vorher an.

Belebte Orte und Versammlungen meiden

Das liegt im Grunde nahe, ist aber oft nicht leicht zu machen. Deswegen sollten Sie an öffentlichen Orten besonders vorsichtig sein und, soweit möglich, Vorsichtsmaßnahmen treffen. Bleiben Sie möglichst viel zu Hause. Wer weniger einkaufen geht, geht auch ein geringeres Risiko ein. Halten Sie sich bitte auch an die Abstandsregeln.

Community

Wenn es wirklich richtig schlimm kommen sollte und viele Leute krank werden, überlegen Sie sich, wo und wie Sie anderen helfen können und – vor allem dazu beitragen können, dass wesentliche Infrastruktur funktioniert.

Planung

Machen Sie sich Gedanken, wie Sie mit bestimmten Situationen umgehen, insbesondere wo in Ihrem Alltag Ansteckungsquellen sind und wie Sie diese systematisch vermeiden können. Ändern Sie bewusst Ihr Verhalten. Wenn möglich, sehen Sie zu, dass Sie einen größeren Vorrat an lebenswichtigen Medikamenten und auch Lebensmittel für ein paar Tage haben, falls Sie zu krank sind, um herauszugehen oder sich in häuslicher Quarantäne befinden. Außerdem sollten Sie sich überlegen, was Sie machen, wenn Sie oder jemand aus Ihrer näheren Umgebung krank wird, insbesondere aus Ihrem Haushalt.

Machen Sie sich bitte klar, dass Sie sich auf eine Pandemie aktiv einstellen müssen, Ihr Verhalten gezielt ändern, anders planen und auch Einschränkungen akzeptieren. Keine der oben genannten Maßnahmen ist eine Garantie. Im Fall einer großen Pandemie werden sehr viele Menschen krank. Auch solche, die sich richtig verhalten. Aus diesem Grund ist das öffentliche Leben für eine Weile deutlich eingeschränkt.

Wie wir alle uns im Falle einer Pandemie verhalten, kann den Verlauf der Epidemie ganz erheblich beeinflussen, und damit auch die Folgen. Mit den oben genannten Maßnahmen kann man die Reproduktionszahl und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit deutlich drücken, und damit ist im Ernstfall schon viel gewonnen.

Wenn sich das Virus langsamer in der Bevölkerung ausbreitet, sind nicht so viele Leute gleichzeitig krank. Das entlastet nicht nur das Gesundheitssystem, sondern verringert auch die Wahrscheinlichkeit, dass Einrichtungen und Unternehmen komplett ausfallen, weil zu viele Menschen krank sind. Nicht zuletzt gewinnt man dadurch wertvolle Zeit.

Weitere Informationen auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.


Weitere Informationen stellt auch das Robert Koch-Institut (RKI) zur Verfügung.